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Catherina Cramer

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Catherina Cramer lebt und arbeitet in Frankfurt und Düsseldorf. Sie studierte an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf. Ihren Meisterschülerinnenbrief erhielt sie 2019 von Dominique Gonzalez-Foerster. Ihre Kunst ist multimedial und schließt Film, Performance, Bildhauerei und Environments ein. Ihre Arbeiten wurden im Museum Folkwang (Essen, Deutschland), der Julia Stoschek Collection (Düsseldorf, Deutschland), Kunsthalle Münster (Münster, Deutschland), Kunsthaus NRW Kornelimünster (Aachen, Deutschland), Kunstmuseum Solingen (Solingen, Deutschland), Kasseler Dokfest Kunstverein Kassel (Kassel, Deutschland), V-Art Center (Shanghai, China), Stroboskop Artspace (New York, USA), Filmwerkstatt Düsseldorf (Düsseldorf, Deutschland), Dortmunder U. (Dortmund, Deutschland), K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf, Deutschland) und vielen anderen Orten gezeigt. 

Statement

In meinen Arbeiten versuche ich sozialen Konstruktionen unserer Wirklichkeit auf den Grund zu gehen. Ich entwerfe alternative Raum- und Lebenskonzepte, die unsere Lebenswelt nicht mehr nur „rein-menschlich“ erscheinen lässt. Sie sind bevölkert von einer Vielzahl technischer, tierischer und symbolischer Partner, die ungehemmt aufeinander wirken und einander herausfordern. Die Dekonstruktion der Figur des Menschen als vermeintlich einziges handlungsfähiges Wesen und die Analyse der Tradierung von Dichotomien wie Frau/Mann, Kultur/Natur, oder Subjekt/Objekt ist für mich von großem Interesse. Ein sicheres „Außen“ von dem aus „die Welt“ beobachtbar wäre, wird in meinen Arbeiten eliminiert. Die Wahl des Körpers und der Sprache als primäre Medien, die Inszenierung von Situationen, die filmische Dokumentation und die Öffnung des Werks in den öffentlichen Raum sind hierbei von entscheidender Bedeutung. Ein Schlüsselereignis für meine heutige Arbeitsweise, war der Roman „Die Passion nach G.H“ von Clarice Lispector. Hier begegnet die Protagonistin einer Kakerlake, und erhält Eintritt in den Raum des Tierischen, Fremden, Anderen. Dass der Körper ein Materieller ist wird radikalisiert. Die Protagonistin entdeckt die kulturell erlernte Abscheu vor einem fremdartigen Lebewesen, dieser Jahrmillionen alten Insektenart an sich und überwindet sie.

„Ich will den Stoff, aus dem die Dinge gemacht sind. Die Menschheit erschöpft sich darin, sich zu vermenschlichen, als wäre es eine Notwendigkeit. Und diese falsche Vermenschlichung verhindert den Menschen und verhindert auch seine Menschlichkeit. Es gibt etwas, das umfassender ist, dumpfer, tiefer, weniger gut, weniger verwerflich, weniger schön. Obwohl auch dieses Gefahr läuft, sich in unseren groben Händen in ,Reinheit‘ zu verwandeln, in unseren Händen, die grob und voller Worte sind.“

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