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Björn Knapp

Björn Knapp Björn Knapp Björn Knapp
Björn Knapp Björn Knapp Björn Knapp Björn Knapp
Björn Knapp wurde 1988 in Bensheim geboren. Er studierte an der Kunstakademie Karlsruhe bei Prof. Gustav Kluge und Prof. Marcel van Eeden, an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Andreas Schulze und schloss 2020 als Meisterschüler bei Prof. Thomas Scheibitz ab. Danach stellte er beim Salon der Gegenwart 2020 in Hamburg und bei Genius Loci VIII in der Setareh Galerie in Düsseldorf aus. 2021 zeigte er Arbeiten bei 5 x Jung in der Plain Gallery in Milano und bei der Auswahlausstellung des Vordemberge-Gildewart-Stipendiums im KIT Düsseldorf. Seine Werke sind Teil der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und der Sammlungs Museum Kunstpalast. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Statement

Basierend auf Fotos aus meinem Alltag (Körperteile, Räume, Landschaften), die ich übereinander lege und aneinander setze, stifte ich neue Zusammenhänge, um aus Kleinteiligem etwas Großes – einen neuen Körper – zusammenzuraffen. Die fleischfarbenen Flächen auf der Leinwand erzeugen Erinnerungen an den Körper, den jede:r hat, entziehen sich den bekannten Zuschreibungen, sodass man als Betrachtende:r auf das Sensuelle, auf die Wahrnehmung zurückgeworfen wird.
Ich möchte dezidiert nicht als Betrachtender auf ein Modell, ein Objekt oder etwas Abzubildendes blicken und dieses nach meinem Belieben darstellen (und damit zwangsläufig verändern), sondern ich arbeite nach einem neutralen Sys- tem, das gleichermaßen mit Regularien wie mit meiner Wahrnehmung von Flächen arbeitet und diese Hierarchie und den Individualismus des Betrachtenden und des Betrachteten auflösen. Das System beginnt schon beim Fotografieren, wobei ich versuche, nicht zu fotografieren, kein Motiv zu haben. Die Körper befinden sich in einem nicht-körperlichen Raum, in einer Idee oder Erinnerung von Landschaft und Raum.
Das Beiläufige wird zum Eigentlichen.
Ich versuche, einen farblichen Raum zu eröffnen, in dessen Sog man sich neu orientieren muss und die eigene Erin- nerung mit evozierten Vorstellungen kollidiert. Komposition verstehe ich im wörtlichen Sinne von »zusammenstellen« unterschiedlicher Elemente auf einer gemeinsamen Fläche, dem Bildträger, als emphatisches Prinzip von Austausch.

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